Komponieren im 21. Jahrhundert
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Komponisten

 

CHRISTOPH HERNDLER (Österreich)
„5!" für Bläserquintett (2003)

Christoph Herndler, geboren 1964, lebt in Gaspoltshofen/Oberösterreich. Er studierte Orgel, Komposition bei Roman Haubenstock-Ramati und Elektroakustik in Wien und in den USA. 1997 gründete er das Ensemble EIS. Zu seinen Arbeiten zählen grafische und intermediale Partituren, die sich auch in außermusikalischen Darstellungsformen realisieren lassen, weiters auch Notationsobjekte, Musikinstallationen und Videoarbeiten.

MANFRED LÄNGER (Österreich)
„Aufführn" (Act up) für Chor a cappella (2002)

Manfred Länger wurde 1968 in Völkermarkt/Kärnten geboren und wuchs in Villach auf. Er studierte Geographie und Wirtschaftskunde sowie Musikerziehung mit Schwerpunkt Chorleitung und Dirigieren. Sein Studium schloss er 1995 mit einer Diplomarbeit mit dem Titel „Der Chor als Gruppe" mit Auszeichnung ab. 1992 erwarb er seine Lehrbefähigung in Klarinette und 2002 jene in Gesang. Zur Fülle seiner beruflichen Tätigkeiten zählen eine Lehrtätigkeit am Gymnasium XV, Diefenbachgasse (Musikerziehung und Chor), ein Lehrauftrag an der Universität für Musik im Fach Unterrichtslehre sowie ein Lehrauftrag am Diözesankonservatorium für Kirchenmusik Wien in den Fächern Chorleitung und Chorsingen. Darüber hinaus ist er Referent für Chorleitung, Sologesang und Stimmbildung bei verschiedensten Kursen und Institutionen. Manfred Länger gibt eigene Liederabende und wirkt regelmäßig als Solist bei Messen und Kirchenkonzerten mit. Als Akteur und Sänger verbindet ihn eine intensive Zusammenarbeit mit Otto M. Zykan (Grazer Oper, Berliner Philharmonie, Wiener Musikverein, ...). Als Komponist betreibt Manfred Länger seit nunmehr sechs Jahren das „Studio Länger" auf der Cantata Kaltenberg, welches sein Experimentierfeld für neue und neuartige Kompositionen bildet. Manfred Länger tritt auch als Präsentator von Konzerten auf, so moderierte er etwa 2005 im Rahmen der Jeunesse Österreich die Kinderkonzerte „Von der Alm bis zum Fjord", weiters die Konzerte „VolksLiedKunst" mit dem Wiener Kammerchor sowie 2006 Konzerte der Kindersingschulen im Brucknerhaus Linz. Länger entwickelt Konzepte für Erwachsenen- und Kinderkonzerte, für CD-Produktionen und Veranstaltungen im öffentlichen Raum Für sein kompositorische Schaffen erhielt er den Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

BENEDIKT BURGHARDT (Österreich)
„Voce mea ad Dominum clamavi" für Chor a cappella (2000; Uraufführung)

Benedikt Burghardt, geboren 1960 in Essen, erhielt seine musikalische Ausbildung in Essen, Buenos Aires, Stuttgart, Wien und Darmstadt in den Bereichen Konzertgitarre, Komposition und Musiktheorie, Chorleitung, Musikpädagogik sowie harmonikale Grundlagenforschung. Von 1987 bis 2002 war Burghardt als Komponist, Chordirigent, Musikdozent und Schulmusiker in Wien tätig. Seit 2002 wirkt er in Hamburg als Dozent an der Hamburg School of Music im Fachbereich Musiktheorie und Musikgeschichte, als Dirigent und Leiter mehrerer Chöre. Als Komponist schuf Benedikt Burghardt zahlreiche Werke in den Bereichen Kammermusik, Lied, Chor-, Orchester- und Bühnenmusik. Er ist mehrfacher Preisträger bei internationalen Kompositionswettbewerben (1996 Wien, 1997 München, 1998 Wien, Saarbrücken, 1999 Linz, 2000 Arezzo, 2002 Klagenfurt, Saarbrücken, 2006 Bad Brückenau). Aufführungen seiner Werke fanden in verschiedenen europäischen Ländern statt, u.a. 2003 bei den World Music Days der IGNM in Ljubljana/Slowenien und den 4.Weimarer Frühjahrstagen für zeitgenössische Musik sowie 2004 und 2005 bei den Darmstädter Tagen für Neue Musik.

ALEXANDER KRAL (Österreich)
„Perfektion" für Chor a cappella (2004; Uraufführung)

Alexander Kral wurde 1982 in Wien geboren und lernte zunächst Klavier, dann auch Klarinette. Er besuchte das Musikgymnasium Wien-Neustiftgasse. Im Alter von 15 Jahren begann er am Konservatorium der Stadt Wien das Tonsatzstudium bei Christian Minkowitsch. Im Juni 2005 absolvierte er dort das Diplom in Komposition. Dazwischen war er ein Jahr als Klarinettist und Arrangeur bei der Gardemusik in Wien tätig. Seit 2004 studiert Alexander Kral Dirigieren bei Uros Lajovic und Komposition bei Dietmar Schermann an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Im Sommer 2004 besuchte Alexander Kral die Darmstädter Ferienkurse und belegte dort den Kompositionsunterricht bei Enno Poppe und Georg Friedrich Haas. Im Sommer 2005 nahm er am Chorleiterseminar in Graz bei Johannes Prinz und Bernhard Sieberer teil. Zur Zeit läuft ein Kompositionsprojekt mit der Musikschule Simmering.

MATTHIAS KRANEBITTER (Österreich)
„Breathing" für Chor und Live-Elektronik (2005; Uraufführung)

Matthias Kranebitter wurde 1980 in Wien geboren. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er in der Musikschule Wien Margareten in Klavier und später auch Klarinette. Nach Abschluss der AHS 1998 begann er vorerst mit dem Studium der Mathematik an der Universität Wien, nach Beendigung des Zivildienstes im Jahr 2000 zusätzlich Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst bei Dietmar Scherman. Seit 2001 ist er auch Student bei Christiane Karajev in der Studienrichtung IGP Klavier, ebenfalls an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Den zweiten Studienabschnitt in Komposition besucht er bei Klaus Peter Sattler im Studienzweig Medienkomposition sowie bei Dieter Kaufmann im Studienzweig Elektroakustik. Sein Schaffen umfasst Arbeiten verschiedenster Stilrichtungen, Kompositionen für Bigband, Produktionen für den FM4 Soundpark, Ensemblewerke, Kompositionen für Instrumente mit Live-Elektronik, Tonbandstücke, Musik für Kurzfilme, Dokumentarfilme und Theaterstücke sowie verschiedene Klanginstallationen, u.a. bei der Blickfang 2004 und der ArsElectronica 2005. Matthias Kranebitter erhielt einige Auszeichnungen, darunter den Theodor-Körner-Preis für Komposition 2005.

MICHAEL SCHNACK (Österreich)
Aus "Young Hardy": "Mismet in Lyonnesse" für Chor, Bläserquintett und Klavier (2005; Uraufführung)

Michael Schnack, geboren 1967 in Iowa/USA, studierte Klavier bei Amy Mulford, Horn bei Lee Witwer und Chorbegleitung bei Larry Monson. Weitere Studien betrieb er an der Yale University (Musik, moderne Sprachen) und im Moskauer Gnesin Institut (Chordirigieren) sowie bei Wladimir Minin, Moskauer Kammerchor. Seit 1990 lebt Michael Schnack in Wien, wo er als Musikalischer Leiter, Dirigent, Pianist, Arrangeur und Komponist für Produktionen in Wien und Umgebung (Kammeroper, Volksoper, Volkstheater, Theater Akzent, Établissement Ronacher, Metropol, Sommerfestspiele Amstetten, Open Air Festival Stockerau) wirkt. Darüber hinaus führten ihn diese Tätigkeiten im rahmen von Tournee- und Einzelproduktionen durch gaz Europa. Sein Gesangstudium absolvierte Michael Schnack bei Carol Blaickner-Mayo und Marie Landreth und wirkt seither als Sänger in mehreren Chören (Wiener Singverein, Wiener Kammerchor u.a.). Seit 1995 ist Michael Schnack künstlerischer Leiter der Performing Arts Studios Vienna, einer dreijährigen Musicalausbildung: Leitung der Chöre und Kleinensembles (Jazzquartett usw.), Liedinterpretation, Repertoire, szenische Projektarbeit, Korrepetition. Michael Schnack betreibt eine rege Workshoptätigkeit in Österreich, Deutschland, der tschechischen Republik, Georgien, Armenien und Aserbaidschan.

Als Komponist schuf Michael Schnack musikalische Werke unterschiedlichster Gattungen, wie etwa das Musical "Time Out!" (Uraufführung 2000 sowie Wiederaufnahme 2001 in Stockerau), die Musik zu Jura Soyfers "Broadway-Melodie 1492" (Wiener Volkstheater, 2002), das Musical "Finix" (Uraufführung 2003 im Wiener Raimund Theater, Neuinszenierung als EU-Jugend-Projekt mit Aufführungen in Bolzano, Trentino, Ljubljana und Wien), die Musik für nicht weniger als acht Kabarett-Programme mit Alfons Haider (1995–2003), aber auch Chorwerke wie "Alleluia" für Sopran, Chor, Orgel und Orchester (Uraufführung 2004 von Chor von St.Stephan, Tulln) und "Considerate lilia agri" für Chor, Orgel und Orchester (Uraufführung 2005 von Chor von St.Stephan, Tulln).

MARTIN JAGGI (Schweiz)
"Acheb" für Streichtrio (2001)

Martin Jaggi wurde 1978 in Basel geboren. Er spielt seit seinem 7. Lebensjahr Violoncello. Ersten Kompositionsunterricht erhielt er bei seinem Vater, dem Komponisten Rudolf Jaggi. Von 1995–1996 studierte er bei Rudolf Kelterborn Komposition und von 1996–2000 Violoncello bei Reinhard Latzko und Komposition bei Detlev Müller-Siemens an der Musikhochschule Basel (Diplomabschluss mit Auszeichnung). Anschließend studierte er bei Walter Grimmer an der Musikhochschule Zürich wo er 2002 das Konzertdiplom mit Auszeichnung erlangte. Seine Studienzeit wurde ergänzt durch Meisterkurse bei Claude Starck, Colin Carr und Ivan Chiffoleau (Violoncello), sowie Marc-André Dalbavie und Helmut Lachenmann (Komposition). Zur Zeit absolviert er ein Aufbaustudium für Komposition bei Manfred Stahnke an der Musikhochschule Hamburg. Als Kammermusiker (Mondrian Ensemble) erlangte Martin Jaggi den 1. Preis beim "Concours Nicati 2000" (Wettbewerb für die Interpretation zeitgenössischer Musik des Schweizer Tonkünstlerverbandes), den 1. Preis am Wettbewerb der "Jeunesse Musicale 2002" und den 3. Preis am "Migros Wettbewerb 2003" sowie den Förderpreis der "Orpheus-Konzerte 2000". Als Solist ist er mit Orchestern und Kammerensembles in der Schweiz, in Deutschland, Italien, Frankreich, England, Irland, Paraguay und Russland aufgetreten und hat Aufnahmen für Radio DRS, Espace 2 und France Culture realisiert. Sein bereits sehr umfangreiches Repertoire ist vor allem der zeitgenössischen Musik gewidmet. Mit dem Mondrian-Ensemble hat Martin Jaggi Ende 2002 eine Portrait-CD des Mondrian Endembles für das Label Grammond Suisse (Musikszene Schweiz) aufgenommen. Als Komponist konnte sich Martin Jaggi in der Schweiz bereits einen guten Namen machen. Seine Werke wurden mehrfach vom Radio ausgestrahlt und in Europa und Kanada aufgeführt. Im Rahmen des "Europäischen Musikmonats 2001" war ihm ein eigenes Portrait-Konzert (Composer of the Week) gewidmet. Zuletzt erhielt Jaggi u.a. Kompositionsaufträge vom Sinfonieorchester Basel, dem A-Devantgarde Festival München, der Pro Helvetia, dem Ensemble Phoenix Basel und dem Ensemble für Neue Musik Zürich.

MICHAEL AMANN (Österreich)
"Maze 2" (Der Faden der Ariadne) für Streichtrio (2004)

Michael Amann wurde 1964 in Dornbirn/Vorarlber geboren. Schon während der Gymnasialzeit betrieb er erste Kompositionsstudien bei Robert Nessler (Landeskonservatorium für Vorarlberg), nach der Matura 1984 setzte er seine Studien in Wien fort: Musikerziehung und Komposition bei Ivan Eröd und Erich Urbanner an der Musikhochschule Wien sowie Anglistik/Amerikanistik an der Universität Wien. Michael Amann wirkt als Musikerzieher und Komponist in Wien. Für sein kompositorisches Schaffen erhielt er zahlreiche Preise, darunter den Förderungspreis der Stadt Wien (1993), das Staatsstipendium für Komposition des BMfUK (1995), den Förderungspreis des Theodor-Körner-Fonds (1997), das Arbeitsstipendien der Stadt Wien (1998, 2000) sowie Arbeitsstipendien Bundesministeriums (2001, 2004). Seine Fantasie für Ensemble (1997) war Beitrag des ORF bei ROSTRUM 1998 in Paris. Michael Amann war Stipendiat beim Komponistenforum Mittersill 1999, Teilnehmer am Festival expan 01 (2002) und composer in residence der Privatuniversität Konservatorium Wien (2005). Mehrere Zeitton-Portraits des ORF (1997, 2004) waren ihm gewidmet. Aus seinem kompositorischen Schaffen seien folgende Werke hervorgehoben: Musik für Orchester, Konzert f. Oboe, Harfe, Streichquintett und Streichorchester, Konzert für Klavier und Orchester, estinguendo für Bratsche solo und Streichorchester, Fantasie für Ensemble, Maze 3 für großes Ensemble in drei Gruppen, Kammermusik vom Duo bis Septett in verschiedensten Besetzungen, Penelope – Quintett für Streichquartett und Klavier, 2 Streichquartette, Maze 2 (Der Faden der Ariadne) für Streichtrio, Nocturne für Flöte solo, 4 Stücke für Orgel, Pan für Oboe solo u.a.

LARS HEUSSER (Schweiz)
Aus dem Zyklus "Unsichtbare Städte": "Zobeïde" für Violine und Violoncello (2005/06)

Lars Heusser, geb.1972, in St. Gallen/Schweiz aufgewachsen, studierte zwischen 1993 und 2003 an der Musik-Akademie in Basel; zunächst Klarinette bei Hans-Rudolf Stalder und François Benda (Lehrdiplom mit Auszeichnung 1997, Konzertdiplom mit Auszeichnung 2000), ab 1998 auch Komposition und Musiktheorie (Hauptfach) bei Roland Moser und Detlev Müller-Siemens (Diplom 2003). Er besuchte Kammermusik- und Meisterkurse u.a. bei Bela Kovacs, Hans Deinzer und Antony Pay. Im Laufe seines Studiums erhielt Lars Heusser folgende Stipendien und Auszeichnungen: 1997 Stipendium der "Stiftung zur Förderung der Darbietenden Künste", 1998 "Diploma di Merito" der Accademia Musicale Chigiana in Siena/Italien, 1999 ORPHEUS-Förderpreis mit dem AIOLOS-Bläserquintett, 2001 Stipendium der Ruth und Hans J. Rapp-Stiftung Basel 2003 Kompositionsförderpreis der Internationalen Bodenseekonferenz. Lars Heusser ist langjähriges Mitglied des Ensemble Phoenix Basel und arbeitet als freischaffender Klarinettist und Komponist. In letzter Zeit erteilte er auch Workshops an den Musikhochschulen von Mannheim und Luzern.

DIETER AMMANN (Schweiz)
"Gehörte Form – Hommages" für Streichtrio (1998)
3 Sätze ohne nähere Bezeichnung

Dieter Ammann wurde 1962 in Aarau geboren. Er wuchs in einem sehr musikalischen Elternhaus auf. Nach der Matura ergriff Ammann das Schulmusikstudium an der Akademie für Schul- und Kirchenmusik Luzern. Parallel dazu absolvierte er einige Semester an der Swiss Jazz School in Bern. Danach war er einige Zeit als Musiker im Bereich improvisierte Musik/Jazz tätig. Er spielte (als Sideman oder mit eigenen Formationen) beispielsweise an den internationalen Festivals von Köln, Willisau, Antwerpen, Lugano u.a. Plattenproduktionen und Studiosessions brachten ihn mit so unterschiedlichen Künstlern wie Eddie Harris oder Udo Lindenberg zusammen. Anschließend folgte ein Studium für Theorie und Komposition an der Musikakademie Basel, gefolgt von Meisterkursen bei Wolfgang Rihm, Witold Lutoslawski u.a. In den 90er-Jahren verlagerte sich Ammanns Schwerpunkt hin zur Komposition. Für seine Orchester- und Kammermusikwerke erhielt er zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen (z.B. Aargauer Kuratorium, Hauptpreis am internationalen Kompositionswettbewerb der IBLA-Foundation New York, Franz Liszt-Stipendium der "Weimar Kulturstadt Europas"-Stiftung, 1. Preis "Young Composers in Europe", Leipzig, u.a.). Ammann ist Professor für Theorie/Komposition an der Musikhochschule Luzern.

MARC ANDRÉ (Frankreich)
"Asche" für fünf Instrumente (2004)
(Bassflöte, Bassklarinette, Viola, Violoncello, Klavier)

Mark André wurde 1964 geboren. Er studierte am Conservatoire National Supérieure de Musique de Paris (CNSMP) und absolvierte die Abschlussprüfungen in Komposition, Kontrapunkt, Harmonielehre, musikalischer Analyse und im musikalischen Forschungsbereich jeweils mit Auszeichnung. 1994 schloss er seine Studien an der École Normale Supérieure (Ulm) zu Paris und am Centre d’Études Supérieures de la Renaissance in Tours im Fach Musikwissenschaft mit einer Doktorarbeit (Le compossible musical de l'Ars subtilior) ab. 1995 erhielt er vom französischen Außenministerium ein Stipendium, mit dem er ein weiterführendes Studium bei Helmut Lachenmann an der Hochschule für Musik Stuttgart absolvieren konnte. In Stuttgart war er 1996 auch Stipendiat der Akademie Schloss Solitude. 1996 wurde ihm im Wettbewerb "Blaue Brücke Berlin – Dresden" für seine Komposition Fatal der 1. Preis verliehen. Im Anschluss war er Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Im selben Jahr erhielt er zwei Preise: den 1. Preis des Winterthurer Kompositionswettbewerbs für un-fini II und den Kranichsteiner Musikpreis der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt für un-fini I und le loin et le profond. In Darmstadt belegte er Kurse bei Paul-Heinz Dittrich und Wolfgang Rihm. Als Stipendiat des Auslandsprogramms der "Villa Médicis" hielt er sich danach in Deutschland auf. Seit Oktober 1997 unterrichtet Mark André Kontrapunkt und Instrumentationslehre am Conservatoire National de Région de Strasbourg. 1997 studierte er im Rahmen eines Stipendiums der Experimentalstiftung der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWR Freiburg Musikelektronik bei André Richard. Außerdem erhielt er den 1. Preis des Internationalen Kompositionswettbewerbs Stuttgart für Le trou noir univers (1992–93) für Orchester mit Solisten und Live-Elektronik. Von 1997 bis 1998 war er Stipendiat des SWR und der Stadt Baden-Baden, von 1998 bis 2000 der Villa Médicis in Rom und 2001 der Oper Frankfurt, deren Kompositionspreis er für ...das O... (erster Teil von ...22,13...) erhielt. Für die Uraufführung im Bockenheimer Depot sorgte das Ensemble Modern unter der Leitung von Johannes Debus. 2002 erhielt er den Kompositionsförderpreis der Ernst-von-Siemens-Stiftung. Für die Musikbiennale München und das Staatstheater Mainz schuf er die "Musiktheater-Passion in drei Teilen" ...22,13..., in der Regie von Georges Delnon uraufgeführt am 20.5.2004 in München. Weitere Aufführungen erlebte das Werk neben München und Mainz im Rahmen des Festival d’Automne an der Opéra Bastille in Paris Ende September 2004. 2005 ist er Stipendiat des DAAD Künstler-Programms in Berlin. Er schreibt Werke im Auftrag wichtiger europäischer Festivals wie Donaueschinger Musiktage, Internationale Ferienkurse Darmstadt, Wittener Tage für Neue Kammermusik, oder Rundfunkanstalten wie Radio France und Südwestrundfunk. Zu den Auftraggebern zählen Ensembles wie das Ensemble InterContemporain, Ensemble Modern, Ensemble 2e2m, ensemble recherche, Les Percussions de Strasbourg, Arditti Quartet, Ensemble Surplus, Champ d’Action, KNM Berlin, Ensemble Alternance oder das Trio Accanto.

CLEMENS NACHTMANN (Deutschland)
"Moto non perpetuo" für Fagott, Trompete und Viola (2001/02, rev. 2004)

Clemens Nachtmann, geboren 1965 in Neustadt a.d. Waldnaab, erhielt seine erste musikalische Ausbildung an der Städtischen Musikschule Weiden/Oberpfalz in den Instrumentalfächern Klarinette und Klavier sowie in Musiktheorie. Er wohnte nach dem Abitur 1984 zunächst zwei Jahre in München. 1986 übersiedelte er nach Berlin, wo er 1991 ein Studium der Politikwissenschaft abschloß. 1985/86 Kompositionsstudium bei Wilhelm Killmayer in München, seit dem Wintersemester 1997/98 an der HdK/UdK Studium bei Friedrich Goldmann (Komposition) sowie bei Gösta Neuwirth und Hartmut Fladt (Musiktheorie, seit Sommersemester 2001). Seit 1998 beschäftigt sich Nachtmann mit elektronischer Klangverarbeitung. Konsultationen hlte er bei Mathias Spahlinger, Richard Barrett und Helmut Lachenmann ein. 2003 schloss er des Kompositionsstudiums mit Auszeichnung ab und wurde in die Meisterklasse von Prof. Goldmann aufgenommen. Im Sommer 2004 erfolgte der Abschluß des Studiums in Musiktheorie. 2004 folgte die Übersiedlung nach Graz, wo er das Aufbaustudium in Komposition bei Beat Furrer im Rahmen eines DAAD-Popstgraduiertenstipendiums begann. Es folgten Lehraufträge für Musik des 20. Jahrhunderts, Gehörschulung und Klavierpraxis an der UdK, seit 2005 Lehrtätigkeit an der Kunstuniversität Graz für Musiktheorie und Gehörschulung. Clemens Nachtmann erhielt folgende Preiser: 3. Preis für das Ensemblestück "Intrecci" beim Hanns-Eisler-Wettbewerb für Komposition und Interpretation 2001, Kompositionsstipendium des Berliner Senats für das Ensemblestück "battery park/NY" für die Saison 2004/2005, 2. Preis für das Ensemblestück "O mei" beim Kompositionswettbewerb der "Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik". Weiters war Nachtmann Preisträger beim Boris-Blacher-Preis für Komposition der Neuen Musik 2004. 2005 hatte er ein Portraitkonzert beim Festival "Ultraschall" sowie beim Frankfurter Festival "Auftakt". Aufführungen seiner Werke erfolgten bei der "Klangwerkstatt Kreuzberg", im Rahmen der Reihe "Unerhörte Musik" im Berliner BKA, beim Berliner Festival für neue Musik "Ultraschall", beim WDR Köln sowie beim Berliner Festival "MaerzMusik".

BRYAN HARRISON (England)
"Low Time Patterns"(#1–5) für Bassflöte, Englischhorn, Bassklarinette, Violine, Viola, Violoncello und Schlagwerk (2001)

Bryn Harrison, geboren 1969, studierte Komposition bei Gavin Bryars an der De Montfort University/Leicester. Mit seinen Werken ist er häufig bei Englands führenden Festivals sowie auf BBC Radio 3 vertreten. Ein besonderes Nahverhältnis verbindet ihn mit dem Huddersfield Contemporary Music Festival, wo er 1993 und 1995 Preise gewann und von dem er 1999 und 2002 jeweils einen Kompositionsauftrag erhielt. 1999 wurde ihm der International Gaudeamus Preis in den Niederlanden verliehen. Seither wird seine Musik häufig in Europa, den USA und Japan bei Festivals wie Hörgänge Wien, Ultraschall, Hannover Biennale, Festival Klangspuren, Europäischer Musikmonat, Wittener Tage für neue Kammermusik und Festival Automne Paris aufgeführt. 2001 nahm er an den Ostrava New Music Days (Tschechien) teil und studierte kurzzeitig bei Christian Wolff und Alvin Lucier. Im selben Jahr wurde er auch zu den ISCM-Weltmusiktagen in Yokohama (Japan) eingeladen. Seine Musik wird von Interpreten und Ensembles wie Ensemble Recherche, Apartment House, Ixion, London Sinfonietta, Suono Mobile, 175 East and Birmingham Contemporary Music Group, Darragh Morgan und Mary Dullea, Duo Contour, Anton Lukoszevieze, Irvine Arditti und Mieko Kanno, Susan Knight, Andrew Sparling, Jonathan Powell, Philip Thomas und Teodoro Anzellotti aufgeführt.

BERNHARD GANDER (Österreich)
"ö" für Bassflöte, Bassklarinette, Viola, Violoncello und Akkordeon (2005; Österreichische Erstaufführung)

Bernhard Gander wurde 1969 in Lienz/Osttirol geboren. Seine Musikstudien betrieb er am Tiroler Landeskonservatorium (Klavier, Tonsatz) und an der Musikhochschule Graz (Komposition bei Beat Furrer). Ein Studienaufenthalt führte ihn ans Studio UPIC/Paris zu Julio Estrada und Curtis Roads. Es folgte ein Arbeitsaufenthalt am Schweizerischen Zentrum für Computermusik/Zürich. Hervorzuhebende Auszeichnungen sind der Musikförderungspreis 2004 der Stadt Wien, ein Erste Bank Kompositionsauftrag sowie das Staatsstipendium 2005. Aufführungen seiner Werke erfolgten in Zürich, Paris, New York, Seattle, Griechenland, Japan, Korea sowie im Rahmen der Festivals Wien Modern, Klangspuren, hörgänge, zeittontage im ORF u.a. Bernhard Gander erhielt Kompositionsaufträge u.a. von den Ensembles Klangforum Wien und Ensemble Modern sowie von den Festivals musikprotokoll und Klangspuren.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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