lauschergreifend 4 kids – Abschlusspräsentation am 25.6.

 

Aus dem Jahresbericht der Schule:

Mit „KisSik“ ist uns wirklich etwas Besonderes gelungen. Durch die Einbeziehung individueller Kompositionen der SchülerInnen für ihr Instrument und ihrer teils höchst persönlichen Tonaufnahmen mit Handys – von Frühstücksszenen, Unterrichtsszenen über Aufnahmen der Geräuschkulisse auf einer Schul-Toilette und das Klingen des morgendlichen Schulweges bis hin zu Einpark-Sensoren – haben wir gemeinsam ein Musikstück geschaffen. Einzelnen „Namens-Kompositionen“ fügen sich fließend oder kontrastierend in die Aufnahmen ein. Es kommt einem teils “ sick“ vor, jedoch überwiegt am Ende doch der „Kiss“. Die 4C-Klasse mit Frau Prof. Rubenser waren mit Herz und Seele dabei. Es wurde viel über Neue Musik nachgedacht und diskutiert, und am Ende immer konzentrierter an der Sache gearbeitet. Und das ist ja schon was! Herzlichen Dank dafür!
Eine Frage bleibt aber noch offen: nach einer 2-stündigen Auseinandersetzung in der Klasse mit dem Urheberrecht ist noch nicht geklärt, wem das Kunstwerk denn nun gehört?
 
 
KisSik – Das Kompositionsprojekt der 4C-Klasse
 
Anlässlich des 100jährigen Bestehens des österreichischen Komponistenbundes ÖKB bot sich unserer Schule die Möglichkeit, unter der Leitung eines zeitgenössischen Künstlers – im Rahmen des Musikunterrichts –  ein Kompositionsprojekt zu starten.
 
Die Wahl fiel auf die 4C-Klasse, musischer Schwerpunkt, musikalischer Zweig. Im Spannungsfeld zwischen alltäglichem Musikkonsum von 13/14 jährigen Jugendlichen und zeitgenössischer Musik ist für mich als Musikerzieherin und Klassenvorstand dieser Klasse ein besonderer Reiz gelegen.
 
Kick off: Die Klasse tauscht sich mit dem Komponisten Hans Georg Kitzbichler über Musik aus und hört dann gemeinsam
in zeitgenössische Musik „hinein“. Das Ziel des Projekts wird definiert und die künstlerischen Ressourcen ausfindig gemacht.
 
Der Weg zur „Gemeinschaftskomposition“ wird in Angriff genommen: Jede Schülerin/jeder Schüler nimmt Klänge und Geräusche ihres/seines Alltags auf. Diese Art „objets trouvés“ werden von Hans G. Kitzbichler professionell bearbeitet und zu einem „Klangband“ zusammengeschnitten. Jede/r Schüler/in vertont seinen/ihren Namen, gestaltet ein Motiv und eine kleine Komposition für das eigene Instrument, die zur elektronischen Aufnahme passen soll. Ein musikalisches „Motto“, die Vertonung von „Boerhaavegasse“, wird gefunden.
 
Jetzt geht es an die Arbeit: üben, ausprobieren und zuhören. Emotionale Hochs und Tiefs werden durchlebt. Die unterschiedlichen
individuellen Bedürfnisse müssen immer wieder neu aufeinander abgestimmt werden. Irritation, kreatives „Chaos“ – und plötzlich entsteht bei der ersten Bühnenprobe das Gefühl von Identifikation mit dem selbst und gemeinsam Gestalteten, mit der Komposition „KisSik“.
 
Besonderer Dank gilt dem Komponisten,  Hans Georg Kitzbichler, der mit enormer Geduld und Professionalität die 4C-Klasse das gesamte Projekt hindurch begleitet hat.
 
Wien, Juni 2013
B. Rubenser
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