lauschergreifend live! #15 – Die Tribüne der KomponistInnen

Montag, 5.12.2011, 19.30 Uhr
3raum-anatomietheater
Beatrixgasse 11, 1030 Wien

lauschergreifend live! präsentiert in der entspannten Atmosphäre eines Gesprächskonzertes neue Musik aus Österreich.

In der 15. Ausgabe von lauschergreifend live! laden der Österreichische Komponistenbund und das ensemble xx. jahrhundert zu Werken von Ming Wang und Ludwig Nussbichler.

Beide KomponistInnen werden beim Konzert persönlich anwesend sein und sich den Fragen von Moderatorin Mirjam Jessa (Ö1) und Publikum stellen.

Ming Wang: „Schwebende Fragmente II“ für 8 Instrumente (2011), UA
(Flöte, Klarinette, Horn, Schlagwerk & Streichquartett)

Ludwig Nussbichler: „Schattenspiele IV – jeu de mime“ für Ensemble (1998)
(Flöte, Oboe, 2 Klarinetten, Schlagwerk, Klavier & Streichquartett)

Karten unter: 0650 323 33 77,  3raum.or.at sowie an der Abendkassa.
Eintritt: 12,— /6,— für ÖKB Mitglieder, SchülerInnen und StudentInnen 

Ming Wang wurde in Taipei, Taiwan geboren, nach den Studien für Malerei und chinesische Musik studierte sie1986-1989 Komposition bei Prof. Nan-Chang Chien in Taipei und 1989 – 1997 an der Musikuniversität in Wien u.a. bei Prof. Dieter Kaufmann Studienabschluss mit Auszeichnung. Ihre instrumentalen und elektronischen Kompositionen gelangten bei internationalen Musikfestivals u.a. „Wien modern“, „Steirischer Herbst“ und „Carinthischer Sommer“ zur Aufführung.Sie arbeitet seit Jahren mit renommierten Dirigenten, Solisten und Ensembles zusammen und erhielt u.a. Staatstipendien vom österreichischen Bundeskanzleramt und Förderungspreis  der Stadt Wien.

Über „Schwebende Fragmente II“: Das Stück basiert auf einer festgelegten harmonischen Struktur, die den Gesamtverlauf in fünf Abschnitte gliedert: Jeder einzelne Teil ist um einen zentralen Ton angelegt und besteht wiederum aus verschiedenen Partien, wobei sich die aus Quinten, Quarten, Terzen beziehungsweise Sekunden geschichteten Akkorde überlappen. Die einander rasch abwechselnden und mitunterzusammenhanglosen musikalischen Momente wirken wie brüchige Fragmente von Träumen, Erinnerungen und Illusionen, die unvermittelt aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein auftauchen und wieder verschwinden.

 
Ludwig Nussbichler studierte in Salzburg Romanistik im Fach Französisch sowie Musikpädagogik, Gitarre und Komposition an der Universität Mozarteum. Zu seinen Lehrern zählen Gerhard Wimberger, Hans-Jürgen von Bose, Gerd Kühr, Christian Ofenbauer und Reinhard Febel. Gastkurs bei Brian Ferneyhough und Meisterklasse in Komposition an der Sommerakademie der Hochschule Mozarteum bei Friedrich Cerha.
Er schrieb Auftragswerke für den ORF, den Musikverein Wien, das Hilliard Ensemble, Wien modern, die Internationale Stiftung Mozarteum, Mozart2006, das Donaufestival Krems, das Ensemble Kontrapunkte, das Niederösterreichische Tonkünstlerorchester, die Österreichischen Kammersymphoniker, Lisa Smirnowa, Patricia Kopatchinskaja, Christopher Hinterhuber und das Mozarteum Orchester Salzburg. Ludwig Nussbichler erhielt das Jahresstipendium für Komposition der Salzburger Landesregierung (1996), den Franz-Kossak-Preis (1996), das Staatsstipendium für Komposition der Republik Österreich (1997) und war Preisträger 2007 für Kinder- und Jugendprojekte des Kulturfonds der Stadt Salzburg. 1999 wurde Nussbichler zum städtischen Musikschuldirektor am Musikum Salzburg bestellt und seit 2006 ist er künstlerischer Leiter des Festivals Aspekte Salzburg. Er zeichnet verantwortlich für die Programmierung seit dem Festival 2008 („Traumsequenzen“) und die Einführung der AspekteSPIELRÄUME, ein Zweig, der sich die Vermittlung von Neuer Musik zum Ziel setzt. Der Komponist lebt und arbeitet in Salzburg und in Paphos auf Zypern.

Über „Schattenspiele IV – jeu de mime“: Worauf ich in besonders Wert gelegt habe, war Gebärde, Bewegung und emotionaler Gehalt. Das Stück zeichnet mehr, als es malt – Gesten, Bögen, ein Innehalten, Klarheit der Textur. Durch die Arbeit an diesem Werk wurde mir bewusst, dass ich eine Musik schreiben wollte, die gleichsam das Libretto ist für eine szenische Umsetzung. – Ein Bühnengeschehen also, das, ohne eine konkrete Handlung zu beschreiben, rein durch die Musik vermittelt wird. Gestische Musik, die sich direkt mitteilt.

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