lauschergreifend live! #17 – Tribüne der KomponistInnen

Montag, 07.05.2012, 19.30 Uhr
3raum-anatomietheater , Beatrixgasse 11, 1030 Wien

lauschergreifend live! präsentiert in der entspannten Atmosphäre eines Gesprächskonzertes neue Musik aus Österreich.

In der 17. Ausgabe von lauschergreifend live! laden der Österreichische Komponistenbund und das ensemble xx. jahrhundert zur Aufführung von Werken von Veronika Simor und Alexander Stankovski.

Beide KomponistInnen werden beim Konzert persönlich anwesend sein und sich den Fragen von Moderatorin Ursula Strubinsky (Ö1) und Publikum stellen.

Veronika Simor: „Gedankenkreise“ (2012, UA)

für Flöte, Englischhorn, Trompete, Posaune, 2 Violinen, Viola, Cello, Kontrabass, Schlagzeug und Klavier

Alexander Stankovski: „Spiegel-Maske-Gesicht“ (2011)

für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello, Klavier und Schlagzeug

Karten unter: 0650 323 33 77,  3raum.or.at sowie an der Abendkassa.
Eintritt: 12,— /6,— für ÖKB Mitglieder, SchülerInnen und StudentInnen

 

Veronika Simor geboren in Budapest, Ungarn. Kompositionsstudium am Konservatorium in Budapest. 1997-99 Kompositionsstudium an der Universität für Musik in Budapest bei György Orbán und Attila Bozay. Ab 1999 Kompositionsstudium in Wien bei Prof. Dieter Kaufmann und Prof. Kurt Schwertsik. 2004 Diplom in Komposition und elektroakustischer Komposition (beide mit Auszeichnung). Alban Berg Stipendium 2001, Theodor Körner Fonds Preisträgerin 2001, Förderungsstipendium des Bundeskanzleramtes 2003. Teilnahme beim Festival „Szene Bunte Wähne“ 2001, Aufführungen im In- und Ausland. Bühnenmusik für Serapionstheater und Ensemble des Burgtheaters. Teilnahme an verschiedenen Workshopkonzerten, Videovertonungen, diverse CD- Produktionen, Soundstudien etc. Diverse Kompositionen für Tonband, Tonband + Ensembles, Soloinstrumente, Kammerensembles und Orchester, Hörspiele, Live- Elektronik Kompositionen, Performances. Auftragskompositionen: 2003, 2005, 2007: für Kinder, 2004: für Ensemble „LFO“, 2005: Margarethe Deppe (Klangforum), 2004: „Neue Musik in der Ruprechtskirche“, 2006: November Auftragskomposition für „Klangwerkstatt, Berlin“, 2007: IGNM „Musikfest“, 2009: IGNM „Jugend gibt Musik“, IGNM „Strom-Musik“, 2009: „New Austrian Sound of the Year“, 2010: Organisation und Aufführung des Projektes Touching im Palais Kabelwerk, 2. Aufführung des Projektes bei aNOrher Festival im Palais Kabelwerk, 2011: Touching III im Auftrag von IGNM „Strom-Musik“, Radiosendungen: „Zeitton“ Ö1 Wien, „NewcomerWerkstatt“ DeutschlandRadio, Berlin.

Zu ihrem Werk Gedankenkreise: Ein Experiment zur Darstellung der meiner/menschlicher Gedanken: Momentane, sekundenschnelle Eindrücke, leerer aber zufriedener, stehender Zustand, rasche, hektische Momente mit vielen Emotionen. Unaussprechbare und undefinierbare, körperlose Gedanken, die herumkreisen, herumreisen in einer musikalischen Landschaft.

 

Alexander Stankovski wurde 1968 in München geboren und lebt seit 1974 in Wien. Er studierte Komposition an der Wiener Musikhochschule bei Francis Burt und an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt am Main bei Hans Zender. Daneben nahm er an mehreren Kompositions- und Analysekursen u.a. bei Karlheinz Füssl, Ulrich Siegele, Karlheinz Stockhausen, Brian Ferneyhough und Gérard Grisey teil. Er erhielt Kompositionsaufträge von renommierten Institutionen und Ensembles (z.B. Salzburger Landestheater, Alban-Berg-Stiftung, Klangforum Wien, Ensemble die reihe, ORF, Wiener Konzerthausgesellschaft). Aufführungen bei Festivals wie wien modern, Hörgänge, Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik, Frankfurt Feste, Musikbiennale Berlin, Schönberg Festival Duisburg, Moskauer Herbst oder Musica Nova Sofia brachten ihm einige Beachtung. Er erhielt mehrere Stipendien und Preise (1992 Busoni-Förderungs-stipendium der Akademie der Künste, Berlin; 1993 und 97 Arbeitsstipendien der Stadt Wien; 1995 Österreichisches Staatsstipendium für Komponisten; 2000 Kompositionspreis der Erste Bank; 2001 Förderungspreis der Stadt Wien; 2004 Theodor Körner-Förderungspreis). 1999 war er zusammen mit Renald Deppe künstlerischer Leiter der 12. Langen Nacht der Neuen Klänge der IGNM im Wiener Konzerthaus. Stankovski unterrichtete von 1996 bis 2004 als Assistent von Michael Jarrell eine Kompositionsklasse an der Musikuniversität Wien. Seit 1998 ist er als Privatdozent bzw. Senior Lecturer u.a. für Harmonielehre, Kontrapunkt und Formanalyse an der Kunstuniversität Graz tätig.

Zu seinem Werk Spiegel-Maske-Gesicht: Vervielfachung desselben: Immanenz nicht als kompositorisches Ideal, sondern als Ausdruck der Ausweglosigkeit – Selbstbespiegelung: Fragmente eines eigenen Stückes als Objekte erneuter kompositorischer Auseinandersetzung – als Versuch, persönliche Traditionen begründen, da die kollektiven ihre Verbindlichkeit verloren haben – Musik über Musik: Fremdes als Ausgangspunkt eigener Profilierung – das vergangene Eigene als Fremdes – Zerrspiegel des Bekannten (Debussys Masques) – Demaskierung: Gibt es überhaupt ein ‚wahres‘ Gesicht hinter der Maske? – nicht ein Gesicht; die Gespaltenheit ist das Gesicht

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