Paul Lowin Kompositionspreise erstmals in Österreich verliehen

Die Paul Lowin Preise, die zu den höchstdotierten und renommiertesten Kompositionspreisen Australiens zählen, wurden erstmals in Österreich vergeben.

Paul Lowin Preise 2015

v.l.n.r: Martin Lichtfuss, Anne Marie Ribas, Michael Wahlmüller, Botschafter S.E. David Stuart, Richard Heller, Gerald Futscher, Thomas Heinisch, Erich Urbanner, Iván Eröd, Bernd Richard Deutsch, Herwig Reiter, Thomas Daniel Schlee, Alexander Kukelka, Johanna Doderer. Foto: Hannes Reisinger

Der Österreichische Komponistenbund (ÖKB) hat den Wettbewerb in Zusammenarbeit mit dem Paul Lowin Trust Sydney ausgerichtet. Österreichische Staatsbürger konnten Werke in den Kategorien Orchesterwerke und Vokalwerke/Liederzyklen einreichen. Für je drei Preise in beiden Wettbewerbskategorien stiftete der Paul Lowin Trust insgesamt 30.000 Australische Dollar an Preisgeldern.

Gründer der Stiftung ist der 1893 in der Tschechoslowakei geborene Paul Lowin, der in Österreich lebte bevor er 1939 nach Australien auswanderte. Nach rund zwanzig Jahren kehrte er nach Wien zurück, wo er 1961 verstarb. In seinem Vermächtnis verfügte der große Musikliebhaber die Gründung einer Stiftung zur Ausrichtung von regelmäßigen Kompositionswettbewerben in Australien und darüber hinaus auch in Österreich.

Bei dem im Vorjahr erstmals in Österreich stattgefunden Wettbewerb wurden insgesamt 37 Werke eingereicht. Eine Expertenjury mit renommierten VertreterInnen der heimischen Komponistenszene – Erich Urbanner (Vorsitz), Johanna Doderer, Iván Eröd, Thomas Daniel Schlee und Kurt Schwertsik – wählte unter den anonym eingereichten Werken die Preisträgerkompositionen aus.

Am 25. Februar 2016 fand in der Australischen Residenz in Wien die feierliche Verleihung der Paul Lowin Preise statt. Der Australische Botschafter in Wien S.E. David Stuart, ÖKB-Präsident Alexander Kukelka und der Juryvorsitzende Erich Urbanner würdigten in einem Festakt die Preisträger.

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Die Preisträger: v.l.n.r: Michael Wahlmüller, Herwig Reiter, Bernd Richard Deutsch, Richard Heller, Gerald Futscher, Thomas Heinisch. Foto: Hannes Reisinger

Den 1. Preis in der Kategorie Orchesterwerke erhielt Bernd Richard Deutsch für „subliminal für Orchester“ (2010). Mit dem 2. Preis wurde Thomas Heinisch für „Chiminagua Poème für Orchester“ (2015) ausgezeichnet. Mit dem 3. Preis wurde Michael Wahlmüller für „Rebus“ (2013) gewürdigt.

In der Kategorie Vokalwerke/Liederzyklen wurde der 1. Preis an Gerald Futscher für „3 Lieder aus „Lieder nach Gedichten von M. Houellebecq““ (2015) vergeben. Den  2. Preis erhielt Herwig Reiter für „Wir sitzen alle im gleichen Zug“ (2015). Dritter Preisträger ist Richard Heller für „Vokalise für Sopran und Orgel“ (2012).

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